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Website-Relaunch richtig planen

Ein Relaunch ist mehr als ein neues Design. Wir zeigen, wie Sie den Ablauf strukturieren, typische Fallstricke vermeiden und Ihre Sichtbarkeit sichern.

Irgendwann kommt für jede Website der Punkt, an dem eine Erneuerung ansteht: Das Design wirkt veraltet, die Technik ist überholt, oder die Seite passt nicht mehr zu den Zielen des Unternehmens. Ein Relaunch – also die grundlegende Überarbeitung oder Neuerstellung – ist dann sinnvoll. Er will jedoch gut geplant sein, denn zwischen Anspruch und Ergebnis liegen einige Stolpersteine.

Der Ablauf in Etappen

Ein Relaunch folgt idealerweise einer klaren Reihenfolge. Wer Schritte überspringt, zahlt später drauf. Bewährt hat sich dieser Weg:

  • Bestandsaufnahme: Was funktioniert an der aktuellen Seite, was nicht? Welche Inhalte sind gefragt, welche überflüssig?
  • Zielklärung: Was soll die neue Website leisten, die die alte nicht leistet?
  • Struktur und Konzept: Aufbau, Navigation und Inhalte werden geplant, bevor das erste Design entsteht.
  • Gestaltung und Umsetzung: Design und technische Realisierung bauen auf dem Konzept auf.
  • Test und Start: Vor der Veröffentlichung wird gründlich geprüft, danach wird beobachtet und nachjustiert.

Typische Fallstricke

Der häufigste Fehler ist, mit dem Design zu beginnen, ohne vorher Inhalte und Struktur zu klären. Dann entsteht eine hübsche Hülle, die inhaltlich nicht trägt. Ein weiterer Klassiker: Inhalte werden erst ganz am Ende geschrieben und verzögern den Start. Auch das Vergessen rechtlicher Pflichten wie Datenschutz und Barrierefreiheit rächt sich später. Hinweise zu diesen Themen ersetzen keine Rechtsberatung – gerade deshalb sollten sie früh bedacht werden.

Sichtbarkeit nicht verlieren

Eine der größten Gefahren beim Relaunch ist der Verlust von Sichtbarkeit in Suchmaschinen. Ändern sich Seitenadressen ohne Weiterleitungen, laufen bisherige Besucher ins Leere und mühsam aufgebaute Platzierungen gehen verloren. Deshalb gehört ein durchdachtes Weiterleitungskonzept zwingend zur Planung. Ebenso wichtig ist, bewährte Inhalte zu erhalten, statt sie leichtfertig zu streichen. Die alten Adressen und ihre Bedeutung sollten vor dem Start vollständig erfasst sein.

Alle Beteiligten einbinden

Ein Relaunch betrifft selten nur die Technik. Vertrieb, Kundenservice und Geschäftsführung haben oft berechtigte Anforderungen, die früh gehört werden sollten – nachträgliche Wünsche verzögern das Projekt und verteuern es. Legen Sie zu Beginn fest, wer Entscheidungen trifft und wer Inhalte liefert. Klare Zuständigkeiten verhindern, dass das Vorhaben an unklaren Verantwortlichkeiten hängen bleibt. Ebenso hilfreich ist es, einen festen Ansprechpartner auf Ihrer Seite zu benennen, der das Projekt begleitet und Rückfragen bündelt. So bleibt der Prozess für alle nachvollziehbar und Entscheidungen fallen zügig.

Ein realistischer Zeitplan

Ein Relaunch braucht Zeit – je nach Umfang mehrere Wochen bis einige Monate. Zu enge Zeitpläne führen zu Abstrichen bei Qualität und Prüfung. Planen Sie Puffer ein, besonders für die Inhaltserstellung und die Testphase. Ein guter Zeitpunkt für den Start liegt außerhalb Ihrer Hauptsaison, damit mögliche Anfangsprobleme keinen Schaden im Kerngeschäft anrichten.

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist ein Relaunch eine Investition, die sich an messbaren Zielen orientieren sollte: mehr Anfragen, bessere Auffindbarkeit, geringerer Pflegeaufwand. Wer diese Ziele vorab definiert, kann den Erfolg später belegen. Halten Sie dazu die wichtigsten Kennzahlen der alten Website fest, bevor Sie starten – nur so lässt sich hinterher beurteilen, ob der Relaunch tatsächlich etwas verbessert hat.

Sie planen einen Relaunch und möchten ihn von Anfang an auf sichere Füße stellen? In einem unverbindlichen Erstgespräch besprechen wir Ihren Ausgangspunkt, Ihre Ziele und einen realistischen Fahrplan.